Opole – Basisdaten

Die polnische Stadt Opole befindet sich mit mehr als 125000 Einwohnern auf rund 96 Quadratkilometern in Oberschlesien, im Südwesten Polens, und steht an 32. Stelle der größten polnischen Städte. In der Vergangenheit war diese Stadt in Deutschland unter dem Namen Oppeln bekannt und gehörte bis 1945 zu Deutschland.


Heute ist Opole vielen Menschen in Deutschland am besten als Heimatort des Fußballers Miroslav Klose bekannt. Das beidseitig der Oder gelegene kreisfreie Opole hat jedoch noch mehr zu bieten.

Landschaftlich besticht die Gegend durch die Schlesische Tiefebene, in der sich die Stadt befindet, doch auch durch die Südgroßpolnische Tiefebene, die Wieluner Hochebene im Norden und das Sudetenvorland im Süden.

Dank seines kontinentalen Klimas liegen die durchschnittlichen Temperaturen in Opole im Winter bei 0 Grad Celsius, im Frühling und Herbst bei rund 12 Grad Celsius und im Sommer bei ungefähr 20 Grad Celsius. Aufgrund der 160 bis 180 Regentage lohnt es sich, bei Besuchen in der Region um Opole sicherheitshalber einen Regenschirm dabei zu haben.


In der Umgebung der Stadt gibt es große Kalksteinvorkommen, die Opole für viele europäische Konzerne zum Standort machen. Dank seiner günstigen Lage in Oberschlesien wurde auch die erste Eisenbahnverbindung zwischen Breslau und Opole bereits am 29. Mai 1843 in Betrieb genommen.

Noch heute ist Opole, auf halber Linie zwischen Breslau und Katowice gelegen, ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Innerhalb einer Stunde ist man mit dem Zug in Breslau, und bis nach Posen sind es fünf Stunden. Nach zwei Stunden Richtung Südosten erreicht man Katowice, und nach Krakau sind es vier Stunden. Eine Fahrt in den Nordosten nach Warschau dauert dagegen bereits sechs Stunden.

Mit den folgenden sechs Bahnhöfen der Stadt bedient die regionale und nationale Bahn den Verkehr in alle Himmelsrichtungen:

  • Opole Główny (Hauptbahnhof)
  • Opole Gosławice
  • Opole Groszowice
  • Opole Grotowice (Gräfenort)
  • Opole Wschodnie (Ostbahnhof)
  • Opole Zachodnie (Westbahnhof)

Während die Stadtteile Gosławice und Groszowice als ehemalige Siedlungen bereits aus dem 13. Jahrhundert stammen, entwickelte sich Grotowice erst im späten 18. Jahrhundert durch evangelische Siedler aus Franken, Hessen und Württemberg.

Insgesamt unterteilt sich die Stadt in 14 Bezirke. Im Zentrum Opoles befindet sich der Marktplatz oder der Ring, der die meisten polnischen Städte auszeichnet.

Opole hat Städtepartnerschaften und Städtefreundschaften mit den folgenden deutschen Städten:

  • Potsdam (seit 1973)
  • Mühlheim an der Ruhr (seit 1989)
  • Bonn (seit 1997)
  • Ingolstadt (seit 2000)

Die geschichtlich erste Erwähnung des Ortes gab es im Jahr 845, als das Dokument “Bayerischer Geograph” das Stammgebiet der Opolanen erwähnte. Bereits 145 Jahre später wurde Opole dem Polnischen Staat unter Mieszko I. angegliedert. Seitdem Kasimir I. den Handel und das Handwerk in Opole im 13. Jahrhundert gefördert hat, entwickelte sich die Stadt auch kulturell und kann heute einige interessante Sehenswürdigkeiten aufweisen.

Die gotische Kathedrale zum heiligen Kreuz stammt aus dem 11. Jahrhundert und die Bergelkirche sogar aus dem 10. Jahrhundert. Während die Bewohner von Opole im 13. Jahrhundert den Bau eines beeindruckenden Schlosses beobachten konnten, ist heute einzig der 51 Meter hohe Piastenturm als letzte Erinnerung an jenes Schloss übrig.

Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind:

  • die Franziskanerkirche
  • der Mühlgraben
  • das Rathaus
  • der Schlossteich
  • die Pfennigbrücke
  • der Hauptbahnhof

Opole besitzt sechs Museen und fünf Theater. 32000 Studenten lernen an fünf privaten und staatlichen Hochschulen. In Polen ist Opole als die Heimat des Festivals der Polnischen Lieder bekannt, welches seit 1963 jährlich stattfindet und Besucher aus ganz Europa anzieht.


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